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Aktuelle Artikelvon Gregor Kritidis Jeder Krieg hat einen Anlaß sowie eine Ursache. Im Fall des „Olympia-Krieges“ im Kaukasus zwischen Georgien und Rußland wollte sich in der deutschen Medienlandschaft mit dem Anlaß kaum jemand beschäftigen, dagegen war sich die Mehrheit der Kommentatoren in der Analyse der Ursachen des Krieges um so sicherer: Es handele sich um ein Wiederaufleben des russischen Imperialismus, mithin eine Neuauflage sowjetischen Expansionismus'. In einem Land, dessen politische, wirtschaftliche und militärische Eliten zweimal Krieg gegen Rußland geführt haben, ist diese vielfach mit antirussischen Ressentiments durchsetzte These von frappierender Schlichtheit. von Marcus Hawel Der Zwang zur Selbstbehauptung nationaler Geisteswissenschaften war und ist stets zu verspüren – sei es aufgrund tumber Überheblichkeit und Großmannssucht vergangener Zeiten oder als Folge der gegenwärtigen Herabsetzung des Geistes zu einem Marktsegment, in dem das kapitalistische Konkurrenzprinzip zwingend vorherrschend ist und die Ellenbogen der Geisteswissenschaftler sowie die der Kultur-Lobbyisten und -Technokraten im Sinne der national-ökonomischen Standortlogik ausgefahren werden müssen. von Kolja Lindner Der Hintergrund für den Erfolg von Sarkozys Multikulturalismus besteht in der Krise des französischen Republikanismus. Statt seinem universalistischen Anspruch gemäß entwicklungsoffen zu sein, hat sich das republikanische Modell gegenüber den gesellschaftlichen Realitäten abgedichtet und erlaubt nur noch Assimilation. Doch das Problem sitzt noch tiefer: wer in Frankreich rassistisch ausgegrenzt wird, hat ob der "kämpferischen Abstraktion" (Achille Mbembe) der Republik, in der angeblich alle Bürger gleich sind, so gut wie keine Möglichkeit, eine spezifische Diskriminierung als Muslim, Schwarze etc. geltend zu machen. Der gegenüber Differenz blinde Universalismus verunmöglicht so seine eigene Kritik. von Stefan Janson, Marcus Hawel und Gregor Kritidis Die Kraft der linken Sozialdemokratie und der Hartz-IV-Bewegung hat zur Bildung einer neuen, im Kern sozialdemokratischen Partei ausgereicht, die im Schwerpunkt die alte etatistische Positionierung der SPD der 1970er Jahre repräsentiert. Aber es ist nicht wie erhofft eine "Neue Linke" entstanden. Programmatisch wird nicht einmal das Niveau des Berliner Programms der SPD von 1990 erreicht, mit dem der Höhepunkt einer rot-grünen Projektierung erreicht war und der anschließend durch die SPD-Rechte in der Defensive der Einheitseuphorie kassiert wurde. von Siamend Hajo und Eva Savelsberg Mit der Entführung deutscher Bergsteiger gelang es der kurdischen Arbeiterpartei PKK einmal mehr, mediales Aufsehen zu erregen. Doch dies kann nicht über den Bedeutungsverlust der einstigen Befreiungsorganisation hinwegtäuschen. Heute geht es ihr allein um Hafterleichterungen für ihren großen Vorsitzenden Öcalan. Für dieses Ziel lässt sie sich bereitwillig von den türkischen Militärs bei deren Kampf gegen die Regierungspartei AKP einspannen. Das Arbeitsprogramm der Sozialistischen Positionen.
News:
03. Dezember 2008:
19. November 2008:
18. November 2008: | ||||||||
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